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Pflegedienst

Im Pflegedienst arbeiten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen. Sie versorgen und betreuen kranke und ältere Menschen stationär oder mobil. Darüber hinaus gehört die Gesunderhaltung durch Prävention zu den beruflichen Aufgaben. In ihrer Praxis kooperieren Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sehr eng mit Ärzten und Therapeuten. Zum Beruf gehören hohe Fachkenntnisse, eine hohe physische und psychische Belastbarkeit sowie Einfühlungs und Kommunikationsvermögen. Darüber hinaus übernehmen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen auch administrative Aufgaben wie Planungen und Dokumentationen. Der Männeranteil in diesem Beruf beträgt in Deutschland im Jahr 2020 ~15 %.

Die Gesundheits- und Krankenpflege von jüngeren Patientinnen mit Heilungsaussicht dient dazu, den Heilungsprozess zu unterstützten und zu fördern, bis den Patienten wieder eine selbstbestimmte Lebensgestaltung möglich ist. Wegen der gesellschaftlichen Kosten von Krankheiten (Belastung des Gesundheitssystems und Arbeitsausfall der Patienten) ist die Gesundheits- und Krankenpflege sehr wichtig und gesellschaftlich hoch anerkannt, was sich allerdings nicht durchweg in der Bezahlung niederschlägt. Es gibt jedoch heute schon private Kliniken, die ihre Gesundheits- und KrankenpflegerInnen sehr gut bezahlen. Seit 2020 ist der Beruf durch die Corona-Pandemie nochmals sehr stark in den Fokus gerückt, denn in dieser Berufsgruppe fehlten in dieser Krise die meisten Beschäftigten (nicht bei den Ärzten). Es wurden daher auch vereinzelt Boni an die Gesundheits- und KrankenpflegerInnen gezahlt, doch auf Dauer dürfte das nicht genügen. Wenn sich die Einsicht durchsetzt, wie wichtig der Beruf ist, dürften mittelfristig auch auf breiter Front die Gehälter steigen.

Die jüngere Bezeichnung als Gesundheits- und KrankenpflegerInnen trägt dem Umstand Rechnung, dass es in der Pflege um die Gesundwerdung und -erhaltung geht. Der internationale Pflegeverband ICN (International Council of Nurses) verweist in seiner Definition der Pflege darauf, dass diese in allen Settings stattfindet, also auch bei nur wenig kranken oder sogar gesunden (aber älteren oder behinderten) Menschen. Des Weiteren schließt sie die Förderung der Gesundheit und die Verhütung von Krankheiten mit ein. Allerdings benötigen auch sterbende Menschen Pflege. Eine weitere Schlüsselaufgabe ist laut ICN die Wahrnehmung von Bedürfnissen und Interessen der Pfleglinge sowie das Herstellen einer sicheren Umgebung für sie. Nicht zuletzt sollten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Bildung, zur Forschung und zur Gesundheitspolitik beitragen.

In Deutschland gibt es für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen mehrere Ausbildungs- und Qualifikationsebenen. Es sind die Kurzzeitausbildung zur Schwesternhelferin bzw. zum Pflegediensthelfer, die zweijährige Ausbildung zur Krankenpflegehelferin / zum Krankenpflegehelfer sowie die dreijährige berufsschulische Ausbildung zur (zum) Gesundheits- und KrankenpflegerIn möglich. Bei letztgenannter Ausbildung sind Spezialisierungen zum Beispiel zur Krankenhauspflege, Altenpflege, Kinderpflege oder Hospizpflege möglich. Darüber hinaus ist ein universitäres Studium möglich. Die Fachbereiche sind dabei Pflegewissenschaften und Advanced Practice Nursing.

Die deutsche Ausbildung von Gesundheits- und KrankenpflegerInnen hat wie jedes Handwerk einen theoretischen und einen praktischen Teil. Es existieren in Deutschland für den theoretischen Teil spezielle Krankenpflegeschulen und Berufsfachschulen. Die praktische Ausbildung findet in Krankenhäusern, Pflegeheimen und/oder bei ambulanten Pflegediensten statt. Zwar ähnelt diese Ausbildung stark dem dualen System der anderen Handwerksberufe, doch es ist ein eigener Zweig der deutschen Berufsbildung. Aufgrund des relativ hohen Know-hows in diesem Beruf haben ihn andere Staaten – so etwa die skandinavischen Länder – in den Rang der akademischen Berufe erhoben. Schon 1980 promovierte in Schweden die erste Krankenschwester, zwei Jahre später wurde eine promovierte schwedische Krankenschwester zur ordentlichen Professorin berufen. Es gibt viele weitere Staaten, die dem Pflegeberuf eine ähnlich hohe Anerkennung zukommen lassen. Allerdings etabliert sich die Pflegewissenschaft seit dem späten 20. Jahrhundert auch im D.A.CH.-Gebiet. Studiengänge sind neben Pflegewissenschaft auch Pflegepädagogik und Pflegemanagement.